Digitalisierung, steigende Marketingkosten, Internationalisierung, neue Vertriebskanäle und immer komplexere E-Commerce-Prozesse stellen viele Unternehmen vor die gleiche Frage: Wo sollten wir investieren – und welche Maßnahmen bringen uns wirklich weiter?
Genau hier kann externe Unternehmensberatung helfen. Für kleine und mittlere Unternehmen gibt es mit dem Programm „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ die Möglichkeit, einen Teil der Beratungskosten über einen staatlichen Zuschuss fördern zu lassen.
Je nach Unternehmensstandort sind aktuell bis zu 80 % Zuschuss beziehungsweise maximal 2.800 € Förderung möglich.
merconic ist als Beratungsunternehmen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für dieses Förderprogramm registriert.
Was ist die BAFA-Beratungsförderung?
Das Förderprogramm soll kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu professioneller externer Beratung erleichtern.
Gefördert werden individuell und konzeptionell durchgeführte Beratungen zu wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.
Damit kann die Förderung gerade dann interessant sein, wenn ein Unternehmen vor einer wichtigen strategischen Entscheidung steht: beispielsweise bei der Weiterentwicklung des E-Commerce-Geschäfts, der Digitalisierung interner Prozesse, einer Internationalisierung oder der Frage, wie bestehende Vertriebs- und Marketingstrukturen effizienter aufgestellt werden können.
Die Förderung richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen sowie Angehörige der Freien Berufe mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland, sofern die jeweiligen Voraussetzungen des Förderprogramms erfüllt werden.
Wie hoch ist die Förderung?
Die Höhe des Zuschusses richtet sich insbesondere nach dem Standort des beratenen Unternehmens.
| Unternehmensstandort | Fördersatz | Maximaler Zuschuss |
| Alte Bundesländer, Berlin und Region Leipzig | 50 % | 1.750 € |
| Neue Bundesländer ohne Berlin und Region Leipzig sowie Region Lüneburg und Region Trier | 80 % | 2.800 € |
Damit kann sich der Eigenanteil für eine fundierte strategische Beratung deutlich reduzieren.
Wichtig ist dabei: Die Förderung wird nicht durch merconic vergeben. Ob ein Unternehmen förderfähig ist und ob der Zuschuss bewilligt wird, entscheidet die zuständige Stelle im Rahmen des Förderverfahrens.
Welche E-Commerce-Themen können sich für eine geförderte Beratung eignen?
Die Förderung ist keine klassische Förderung für die Umsetzung eines neuen Onlineshops oder den Kauf bestimmter Dienstleistungen. Im Mittelpunkt steht vielmehr die individuelle Unternehmensberatung und die Entwicklung eines konkreten Handlungskonzepts.
Für E-Commerce-Unternehmen kann dies beispielsweise bedeuten, dass zunächst die aktuelle Situation analysiert und anschließend eine belastbare Strategie für die weitere Entwicklung erarbeitet wird.
Bei merconic können dabei unter anderem Themen wie E-Commerce-Strategie, Optimierung der Customer Journey, Internationalisierung, Verbesserung von Prozessen und Systemlandschaften, Weiterentwicklung der Vertriebsstrategie oder eine strukturierte Digitalisierungs-Roadmap betrachtet werden.
Ein typisches Ergebnis einer solchen Beratung ist deshalb nicht einfach ein neuer Shopify-Shop, sondern ein konkreter Maßnahmenplan: Wo steht das Unternehmen heute? Welche Schwachstellen bestehen? Welche Potenziale gibt es? Welche Maßnahmen sollten priorisiert werden? Und wie sollte die Umsetzung in den kommenden Monaten aussehen?
Beratung und Umsetzung klar voneinander trennen
Für die BAFA-Förderung ist die Unterscheidung zwischen Beratung und Umsetzung besonders wichtig.
Eine strategische Analyse des bestehenden Shops mit Empfehlungen zur Verbesserung kann beispielsweise Bestandteil einer Unternehmensberatung sein. Die anschließende technische Umsetzung der Maßnahmen im Shopify-Theme ist dagegen eine separate Leistung.
Dasselbe gilt beispielsweise für eine Internationalisierungsstrategie: Die Analyse geeigneter Märkte, Prozesse und Systemanforderungen kann Teil einer Beratung sein. Die anschließende Einrichtung zusätzlicher Shopify Markets, Übersetzungen oder Werbekampagnen sollte davon getrennt betrachtet werden.
Bei merconic strukturieren wir entsprechende Projekte deshalb bei Bedarf in zwei klar getrennte Phasen:
Beratung: Analyse, Zielbild, Strategie, Handlungsempfehlungen, Priorisierung und Roadmap.
Umsetzung: beispielsweise Shopify Development, Tracking, E-Mail-Marketing, Performance Marketing oder Systemintegration.
So entsteht zunächst eine belastbare Entscheidungsgrundlage. Anschließend kann das Unternehmen entscheiden, welche Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden sollen.
Welche Vorteile bietet die Förderung?
Der größte Vorteil liegt natürlich in der finanziellen Unterstützung. Ein Teil der Kosten für externe Expertise kann durch den Zuschuss abgefedert werden.
Mindestens genauso wichtig ist jedoch die Möglichkeit, größere E-Commerce-Entscheidungen zunächst strategisch und unabhängig von der späteren Umsetzung zu betrachten.
Statt unmittelbar in einen Relaunch, eine neue App-Landschaft oder zusätzliche Marketingkanäle zu investieren, kann zunächst geklärt werden, wo tatsächlich die größten Potenziale liegen.
Gerade bei Shopify-Unternehmen sehen wir häufig, dass nicht ein einzelnes Tool oder eine einzelne Marketingmaßnahme das Problem löst. Entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel aus Shop, Conversion Rate, Produktdaten, Tracking, CRM, E-Mail-Marketing, ERP, Internationalisierung und internen Prozessen.
Eine strukturierte Beratung schafft hier Transparenz und hilft dabei, Investitionen zu priorisieren.
Wie läuft eine BAFA-geförderte Beratung ab?
Der Ablauf folgt einem klaren Verfahren. Wichtig ist insbesondere, dass mit der Beratung nicht einfach begonnen werden darf, bevor die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.
- Erstgespräch und Prüfung des Beratungsthemas: Gemeinsam klären wir, welche Fragestellung untersucht werden soll und ob sich das Vorhaben grundsätzlich für das BAFA-Programm eignet.
- Förderantrag durch das Unternehmen: Das Unternehmen stellt den Antrag über die dafür vorgesehene BAFA-Antragsplattform. Bei Unternehmen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung noch kein Jahr am Markt tätig sind, ist zusätzlich ein kostenloses Informationsgespräch mit einem Regionalpartner vorgesehen.
- Information zum Maßnahmebeginn abwarten: Erst nachdem das Unternehmen die entsprechende Information erhalten hat, darf der Beratungsvertrag abgeschlossen beziehungsweise mit der Beratung begonnen werden. Eine rückwirkende Förderung ist nicht möglich.
- Durchführung der Beratung: Im Rahmen der Beratung analysieren wir die Ausgangssituation, definieren gemeinsam die Ziele und entwickeln konkrete Handlungsempfehlungen und einen Maßnahmenplan. Die geförderte Beratung wird als Einzelberatung durchgeführt und darf nach den derzeitigen Förderbedingungen eine Dauer von fünf Tagen nicht überschreiten.
- Beratungsbericht und Verwendungsnachweis: Nach Abschluss der Beratung werden die notwendigen Unterlagen für den Verwendungsnachweis erstellt. Die Beratung muss innerhalb des vorgesehenen Förderzeitraums abgeschlossen werden.
- Prüfung und Auszahlung des Zuschusses: Das Unternehmen bezahlt zunächst die Beratungskosten vollständig. Anschließend werden die Unterlagen geprüft und der bewilligte Zuschuss wird nach Abschluss des Förderverfahrens ausgezahlt.
Wie häufig kann ein Unternehmen die Förderung nutzen?
Innerhalb der aktuellen Geltungsdauer des Förderprogramms kann ein förderberechtigtes Unternehmen mehrere Beratungen fördern lassen.
Nach den derzeit geltenden Bedingungen sind maximal fünf abgeschlossene Beratungen innerhalb der Laufzeit der Förderrichtlinie und maximal zwei Beratungen pro Jahr möglich.
Dadurch kann es beispielsweise sinnvoll sein, unterschiedliche strategische Fragestellungen als eigenständige Beratungsprojekte zu behandeln.
Was wird nicht gefördert?
Nicht jede Beratungs- oder Agenturleistung fällt unter das Förderprogramm.
Nicht förderfähig sind insbesondere Seminare und Workshops. Ebenfalls ausgeschlossen sind unter anderem Beratungen, die hauptsächlich Rechts-, Versicherungs- oder Steuerfragen behandeln, sich überwiegend mit Fördermitteln beschäftigen oder auf den Erwerb von Waren und Dienstleistungen abzielen, die vom Beratungsunternehmen selbst angeboten werden.
Deshalb prüfen wir bereits vor Projektbeginn, wie das Beratungsvorhaben sinnvoll abgegrenzt werden kann.
BAFA-Beratung mit E-Commerce-Fokus
Als Shopify- und E-Commerce-Agentur beschäftigen wir uns täglich mit der Frage, wie digitale Geschäftsmodelle nachhaltig weiterentwickelt werden können.
Dabei betrachten wir nicht nur den Shop selbst, sondern die gesamte E-Commerce-Struktur: von Customer Journey und Conversion Rate über Produktdaten und Internationalisierung bis zu CRM, Marketing, Tracking und angebundenen Systemen.
Im Rahmen einer Unternehmensberatung geht es deshalb nicht darum, möglichst viele einzelne Maßnahmen zu verkaufen. Ziel ist vielmehr eine klare Antwort auf die Frage:
Welche Maßnahmen bringen das Unternehmen in den nächsten Monaten tatsächlich weiter – und in welcher Reihenfolge sollten sie umgesetzt werden?
BAFA-Förderung unverbindlich prüfen
Du möchtest deinen Shopify-Shop weiterentwickeln, neue Märkte erschließen oder deine E-Commerce-Prozesse grundsätzlich auf den Prüfstand stellen?
Dann können wir gemeinsam klären, welches Beratungsthema sinnvoll ist und ob die BAFA-Beratungsförderung grundsätzlich für dein Unternehmen infrage kommen kann.
→ Fördermöglichkeiten und Beratung unverbindlich besprechen
Hinweis: merconic ist als Beratungsunternehmen beim BAFA im Programm „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ registriert. Die tatsächliche Förderfähigkeit sowie die Bewilligung eines Zuschusses werden durch die zuständigen Stellen geprüft. Eine Förderung kann nicht garantiert werden.